Kosovo, unter Ländern mit schwächerer Finanzierung der öffentlichen Gesundheit in der Region

Die Finanzierung von Gesundheitssystemen und die Verwaltung der Krankenhauskosten sind nach wie vor eine gemeinsame Herausforderung für alle westlichen Balkanländer. Die jüngsten von Eurostat für 2024 veröffentlichten Daten zeigen, wie viel ein Bewohner tatsächlich für Pflegeleistungen für Patienten, die in unserer Region (Spitaldienste) eingerichtet werden, aufgewendet wird.
Nach offiziellen Statistiken ist die Verteilung dieser Ausgaben von Land zu Land sehr unterschiedlich. An der Spitze des regionalen Rankings steht Albanien, das für Krankenhausaufenthalt 135 Euro pro Einwohner ausgibt. Bosnien und Herzegowina liegt mit 111 Euro pro Kopf, gefolgt von Serbien mit 92 Euro und Montenegro mit 79 Euro. Am Ende dieser Liste für 2024 ist Nordmakedonien, die den niedrigsten Satz von nur 42 Euro pro Einwohner meldet.
Die Daten stellen die Gesamtausgaben dar, d.h. sie umfassen sowohl öffentliche Mittel, Staatsbudgets und Versicherungen, als auch die Geldbürger zahlen direkt von ihrer eigenen Tasche bis zu Krankenhausdienstleistungen.
In Ländern, in denen der Staat weniger Kosten deckt, geben die Bürger mehr privat aus, was automatisch den gesamten pro Kopf gemeldeten Wert erhöht. Dies ist der Fall von Albanien, wo die Ausgaben für die öffentliche Gesundheit auf niedrigerer regionaler Ebene getätigt werden, aber die Ausgaben der Bewohner sind aufgrund direkter Taschenzahlungen sehr hoch.
In vielen Volkswirtschaften der Region wird ein erheblicher Teil der Ausgaben für Krankenhauspflege durch direkte Zahlungen aus der Patiententasche gedeckt, die über knappe öffentliche oder Krankenkassen steigen. Dies führt dazu, dass die nominalen Zahlen die vom Individuum bezahlbaren Kosten und nicht die staatlichen Pro-Kopf-Investitionen widerspiegeln.
Die westlichen Balkanländer zeichnen sich durch niedrige Ausgaben und öffentliche Investitionen in die Gesundheitssysteme auf europäischer Ebene aus. Historisch gesehen ist dieser Indikator für unsere Region unter dem EU-Durchschnitt geblieben, der in den letzten Jahren zwischen 7% und 10% der Bruto (PBB) Inlandsproduktion schwankt.
Innerhalb dieser Region halten Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro das höchste Ausgabenniveau aufrecht, wobei nur die 5% des BIP überschritten werden. Auf einem niedrigeren Niveau macht Nordmazedonien rund 3,8% des BIP für die öffentliche Gesundheit aus. Albanien und Kosovo rangieren schließlich historisch am Ende dieser regionalen Tabelle, wo die Ausgaben des öffentlichen Gesundheitswesens im konkreten Fall Albaniens im Abstand von 2,8% bis 2,9% des BIP schwankten.











