Waldbrände: Mittelmeer in Erwartung der Temperaturreduktion

Waldbrände: Mittelmeer in Erwartung der Temperaturreduktion

Das Mittelmeer wird immer noch von Waldbränden bedroht. In Algerien nahm das Feuer 35 Personen. Die Flammenschlacht geht weiter in Rhodos. Die deutsche Regierung hilft den Touristen bei der Rückkehr. Feuer, die durch extremes Wetter verursacht werden, haben in Algerien Leben gemacht. Die Todesgebühr aus den Feuern hat sich auf 34 erhöht, hat das Innenministerium in [...]

Feuer, die durch extremes Wetter verursacht werden, haben in Algerien Leben gemacht. Die Todesgebühr aus Feuer hat sich auf 34 erhöht, das Innenministerium hat am Montagabend, 24.07. Zu den Toten gehören zehn Soldaten. Soldaten werden von Flammen während einer Evakuierungsoperation in der Stadt Beni Ksila zusammen mit Bewohnern eines nahe gelegenen Dorfes umgeben, sagte das Verteidigungsministerium. Starke Winde hatten geschwollene Feuer Montagabend. Algeriens Präsident Abdelmajid Tebboune drückte seine Beileidung an die Familien des Verstorbenen aus.

Griechenland Gastgeber frisch, 35 Grad Donnerstag

Trotz des massiven Einsatzes von Feuerflugzeugen sind Feuerhubschrauber weiterhin aus der Kontrolle. Die schlimmsten Brände brachen Montag in der Nähe von Rhodos auf der Insel Euboea aus. Auf Korfu Island im Nordwesten des Landes wurde Feuer unter Kontrolle gebracht. Griechenland freut sich nun auf Donnerstag. Zum ersten Mal von fast zwei Wochen werden Temperaturen von 40 bis 45 Grad im normalen Wert von ca. 35 Grad sinken.

Feuerwehrleute kämpften am Montag Flammen in Dutzenden Regionen des Landes. Die Brandgefahr blieb extrem hoch. Dies gilt für die Region Athen, die Halbinsel Peloponnes und viele Inseln der Ägäis.

Touristen aus Danger

Touristen sind jedoch nicht gefährdet, weil sie bereits sicher sind und am Samstag in den nördlichen Teil der Insel gebracht werden. Aber nach Schätzungen gab es noch rund 9.500 Personen am Montag in Hallen und Schulen oder in privaten Häusern geschützt.

Das Auswärtige Ministerium unterstützt deutsche Urlauber in Rhodos mit Feldpersonal und ist in Kontakt mit griechischen Behörden und deutschen Reiseveranstaltern, sagte eine Dienstsprecherin Montag in Berlin. Am Montagnachmittag versammelte sich das Krisenpersonal im Ministerium.

Ein Saal mit Matratzen auf dem Boden und Touristen, darunter viele Kinder auf ihnen sitzen.
Touristen, die nach Rhodos evakuiert wurden: Ausstehende EvakuierungFoto: Argyris Mantikos/ AP/dpa/picture alliance

Eine Sprecherin des deutschen Innenministeriums sagte, dass die Bundespolzie auch die Rückkehr der Touristen unterstützt. Deutsche Feuerwehrleute, die auf der Szene gewesen waren, waren seither zurückgekommen. “Wir sind bereit für weitere Hilfe”, sagte die Sprecherin.

Touristische Betreiber stornieren Flüge nach Rhodos, Korfu Hotels

Mehrere große deutsche Reiseveranstalter stornierten inzwischen ihre Reisen nach Rhodos. Der Tourismus hat alle Reisen südlich von Rhodos bis Samstag (Juli 29th) abgesagt. Gleiches gilt für Aufenthalte in Hotels auf der griechischen Insel Korfu in der noch gefährdeten Gegend. Tourist Operator FTI stornierte alle Reisen nach Rhodos bis einschließlich am Mittwoch (26. Juli).

Feuer anderswo in Europa

In anderen Ländern des Mittelmeerraums setzt die Dürre fort und das Risiko der Waldbranding geht weiter. In der Türkei liegen die Temperaturen im Ägäischen Meer und im Mittelmeer bis zu acht Grad über dem gemeinsamen Wert für diesen Zeitraum des Jahres, nach dem Wetterdienst.

Die Temperatur wird am Mittwoch um 42 Grad erwartet. Inzwischen brach ein neues Waldfeuer in der südlichen türkischen Provinz Mugla aus, kurz nachdem die Notdienste ein weiteres Feuer unter Kontrolle gebracht hatten.

In Spanien und Portugal ist die Gefahr von Waldbränden auch wegen der langen Dürre in großen Teilen der beiden Länder extrem hoch. Extremer Hitze bewirkt auch, dass die Vegetation noch mehr mit sich bringt, was zu Bränden führt, die manchmal fast explosive Ausbreitung führen. In den letzten Tagen gab es Feuer. Feuerwehrleute setzten Feuer bis Montag aus.

Rotes Kreuz: Gefahr von Munitionslager Explosion

Inzwischen hat das Rote Kreuz gewarnt, dass Hitzewellen und Waldbrände in der nördlichen Hemisphäre eine Bedrohung für den Ausbruch alter Munition aus der Kriegszeit darstellen. Eric Tollefsen, ein Experten für Waffen im Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) in Genf, sagte der deutschen Nachrichtenagentur dpa, dass das gleiche gilt für Munitionsdepots in verlassenen militärischen Brennbereichen und Munitionsdepots, die oft in abgelegenen Gebieten aufgezogen werden. /dw

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