Europa in der Energieunsicherheit: Niemand weiß, wie viel Treibstoff es wirklich gibt

Europa steht vor einem ernsten Problem bei der Kraftstoffversorgung und steht gleichzeitig vor den Folgen des Krieges im Iran und steigenden Energiepreisen. Obwohl Beamte vor möglichen Engpässen warnen, besteht das Hauptproblem darin, dass die Europäische Union kein genaues Bild davon hat, wie viel Treibstoff vorhanden ist, schreibt Politico. Und [...]
Europa steht vor einem ernsten Problem bei der Kraftstoffversorgung und steht gleichzeitig vor den Folgen des Krieges im Iran und steigenden Energiepreisen. Obwohl Beamte vor möglichen Engpässen warnen, besteht das Hauptproblem darin, dass die Europäische Union kein genaues Bild davon hat, wie viel Treibstoff verfügbar ist, schreibt Politico.
Da Fluggesellschaften die Flugzeuge an Land senken und Behörden die Bürger auffordern, die Reise zu reduzieren, nehmen die Bedenken hinsichtlich Marktstörungen zu. Der Irankrieg hat bereits die Energiepreise erhöht und die Versorgungsstabilität durch die Straße von Hormuz bedroht. Der Präsident der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte, dass der Konflikt die EU wegen steigender Energiepreise um rund 500 Mio. Euro pro Tag kostet, während die USA langfristige Maßnahmen gegen den Iran erwägen, die sich auf den globalen Markt auswirken.
Obwohl die EU über staatliche Öl- und Gasreserven Bescheid weiß, bleibt die Situation mit kommerziellen Reserven unklar. Dieser blinde “pecker” macht es schwierig, die aktuelle Situation zu beurteilen und könnte zu Verzögerungen bei der Reaktion auf mögliche Engpässe führen.
Hohe Beamte aus mehreren europäischen Ländern haben gewarnt, dass ein Echtzeit-Inventurüberwachungssystem fehlt. Auch hoch - Geschwindigkeitskommunikationskanäle zwischen den Ländern wurden vorgeschlagen, damit Informationen schneller ausgetauscht werden können.
Das größte Problem ist die Verfeinerung von Brennstoffen wie Öl und Öl, die in privaten Lagerhäusern gelagert werden und nicht deklariert werden müssen. Aus diesem Grund haben weder die europäischen Institutionen noch internationale Agenturen eine volle Marktsicht.
Die Kommission erkannte diese Schwäche und kündigte die Schaffung eines “Carbservators” an, der die Produktion, Importe und Reserven nach amerikanischem Energiesystem überwachen sollte.
Die Gassituation ist etwas klarer aufgrund der Verpflichtung, die Lagerstätte zu füllen, aber mit Öl kommen Daten langsam und unvollständig. Experten warnen, dass Europa offiziell weiß, wie viel Treibstoff es geben sollte, aber nicht, wie viel es zu irgendeinem Zeitpunkt wirklich gibt.
Eine zusätzliche Komplikation bringt den Iran in den Krieg, der den globalen Verteilungsfluss verändert, die Richtung der Tanker lenkt und den Markt weiter destabilisiert. Die Lieferungen bewegen sich durch komplexe Speichernetze, Tanker und private Systeme, was eine genaue Verfolgung erschwert.
Während Satelliten- und Analysedatensysteme existieren, die bei Bewertungen helfen, warnen Experten, dass dies begrenzt und nicht immer verlässlich ist. So tritt Europa in eine Phase der Energieunsicherheit ein, in der Entscheidungen zunehmend von Schätzungen und weniger von genauen Daten abhängen.












