Republika Srpska pausiert Annahme der Abschaffung der Visaregelung zwischen Bosnien und Kosovo

Die Abgeordneten der Nationalversammlung der Republika Srpska haben dafür gestimmt, die Annahme des Abkommens über die Freizügigkeit mit Ausweisen auf dem westlichen Balkan während der Sitzung am 27. Juni in Banja Luka einzustellen. Die Aufhebung der Visumregelung zwischen Bosnien und Herzegowina und dem Kosovo ist mit dieser Entscheidung unabhängig von der Frage [...]
Mit dieser Entscheidung wurde die Aufhebung der Visaregelung zwischen Bosnien und Herzegowina und dem Kosovo verboten, obwohl im November 2022 im Rahmen eines Treffens im Rahmen des Berliner Prozesses ein Freihandelsabkommen zu diesem Thema im westlichen Balkan erzielt wurde.
Alle 64 anwesenden Abgeordneten haben über diese Frage abgestimmt. Für die Annahme dieses Beschlusses war eine Zweidrittelmehrheit der Abstimmung erforderlich.
Bosnien und Herzegowina erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo aufgrund der Opposition der Republika Srpska nicht an.
Die Sitzung wurde nach Bosnien und Herzegowinas Präsidentschaftsmitglied Zhekja Cvianović einberufen, der einen Mechanismus zum Schutz der lebenswichtigen Interessen der Republika Srpska initiierte, weil es laut ihr auf der Sitzung des Vorsitzes vom 21. Juni keinen Konsens darüber gab. Sie sagte, die Aufhebung der Visaregelung würde den lebenswichtigen Interessen der Republika Srpska schaden.
Der Abschluss des Abkommens über die Freizügigkeit sowie mehrere andere Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen sowie die Annahme des Aktionsplans zur Erfüllung von 14 wichtigen Prioritäten wurden Bosnien von der Europäischen Union vorgelegt, um im Beitrittsprozess Fortschritte zu erzielen.
Das wesentliche Interesse an dieser Frage wurde in Bezug auf den Aktionsplan, für den 64 Abgeordnete gestimmt haben, einstimmig gebilligt.
Beide Entscheidungen werden nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Republika Srpska in Kraft treten.
Das Parlament dieser Einheit stimmte auch einigen Schlussfolgerungen von Fraktionen zu, durch die sie die Handlungen von Gewalt, politischer Verfolgung, Inhaftierung und anhaltende Gefährdung der serbischen Sicherheitslage im nördlichen Kosovo verurteilten.
Die Abgeordneten forderten auch internationale Akteure auf, so bald wie möglich Maßnahmen zur Normalisierung der Lage im nördlichen Kosovo, dem serbischen Gebiet, zu ergreifen. /rel/










