Kosovo Kämpfer I SIS von Schweizer Polizei verhaftet

An verschiedenen Orten der Kantone Cyrih, Bern und Schaffhausen wurden am Dienstagmorgen gleichzeitig 11 Razzien durchgeführt. Dies im Zusammenhang mit Strafverfahren gegen elf beschuldigte sechs Erwachsene und fünf Jugendliche. Begründung: Verdächtige Verletzung von Artikel 2 des Bundesgesetzes zu verhindern [...]
An verschiedenen Orten der Kantone Cyrih, Bern und Schaffhausen wurden am Dienstagmorgen gleichzeitig 11 Razzien durchgeführt. Dies im Zusammenhang mit Strafverfahren gegen elf beschuldigte sechs Erwachsene und fünf Jugendliche. Begründung: Die angebliche Verletzung von Artikel 2 des Bundesgesetzes zur Verhütung von Al Qaïda und Islamischem Staat und einschlägigen Organisationen (SR 122) und der Verdacht auf Unterstützung oder Beteiligung an einer kriminellen Organisation.
Neben Vertretern der Staatsanwaltschaft für Minderjährige und Bundesverklagte waren rund 100 Beamte von Fedpol und Berns Kantonspolizei Cyril und Schaffhausen in Kraft.
Einer Erklärung der Bundesanwaltschaft zufolge ist einer der sechs erwachsenen Angeklagten ein Rückkehrer, der bereits in der Schweiz wegen Verletzung des Gesetzes verurteilt wurde.
Wie er 20 Minuten.ch herausfindet, ist der Gefangene ein Kosovar, der im Dezember 2014 mit seiner Schwester in Syrien als 16-jähriger reiste. Früher war der junge Mann in Kontakt mit jungen Muslimen aus dem ehemaligen Ané Nour Verein und besuchte regelmäßig die umstrittene Moschee in Zürich. Er stand auch in Kontakt mit dem sogenannten Winter SV Emir, der auch nach Syrien reiste und dem IS beitrat.
VL* erhielt eine Bewährungsstrafe von elf Monaten und wurde zu zehn Monaten Haft verurteilt.
Der 21-Jährige sagt, er würde sich nicht dem IS anschließen. Er wird ständig überwacht. Anscheinend blickte er auf ISIS-Videos zurück und deshalb kam die Razzia. Er soll in ein paar Tagen entlassen werden.
Nachbar kritisiert Behörden scharf
Der junge Mann und seine Schwester erhielten eine Chance nach ihrer Rückkehr nach Syrien und hofften, sie wiederherzustellen. Ich verstehe nicht, warum sie herumlaufen dürfen. Es war ein seltsames Gefühl zu wissen, dass die Behörden einen solchen Fehler machen würden. Ich habe eine Waffe zu Hause. Die Polizei beschützt mich nicht.
Ein weiterer Einheimischer bestätigt diesen Eindruck: «Die ganze Nachbarschaft hat Angst. Offensichtlich operieren Dschihadisten hier. Es ist eine sehr inakzeptable Situation, die wir nur als Einheimischer akzeptieren müssen.












