“Bereits weitgehenden Konsens für die Markierung der Grenze zu Montenegro”

“Bereits weitgehenden Konsens für die Markierung der Grenze zu Montenegro”

Die Ratifizierung des Kosovo-Grenzabkommens mit Montenegro erfordert einen breiten Konsens der Politiker, sowohl von der regierenden Koalition als auch von der Opposition, sagt der stellvertretende Premierminister des Kosovo Enver Hoxhaj. Bei einer Diskussion am Johns Hopkins University Centre for Transatlantic Relations sagte Hoxhaj, dass der westliche Balkan ein Schachspiel geworden ist [...]

Die Ratifizierung des Kosovo-Grenzabkommens mit Montenegro erfordert einen breiten Konsens der Politiker, sowohl von der regierenden Koalition als auch von der Opposition, sagt der stellvertretende Premierminister des Kosovo Enver Hoxhaj. Bei einer Diskussion am Johns Hopkins University Centre for Transatlantic Relations sagte Hoxhaj, dass der westliche Balkan zu einem geopolitischen Schachspiel geworden ist, wo es Störungen von externen Faktoren wie Russland gibt.

Am Montag wird die Regierung des Kosovo die Abgrenzung der Grenze zu Montenegro erörtern, eines der schwierigsten und umstrittensten Fragen im Kosovo. Die Allianz für die Zukunft des Kosovo selbst, die heute Teil der Koalition von Premierminister Ramush Haradinaj ist, hat das Grenzabkommen in der Vergangenheit abgelehnt.

Ihre Zustimmung ist die wichtigste Voraussetzung für die Visaliberalisierung mit dem Kosovo. Der stellvertretende Premierminister des Kosovo, Enver Hoxhaj, sagt optimistisch, dass das Parlament das Abkommen billigen wird. Die Regierung, fügt er hinzu, wird voraussichtlich weitere Einzelheiten zu den nächsten Schritten zu diesem Thema vorlegen.

“Dies zeigt, dass es einen neuen Zeitplan für die Weiterentwicklung dieses Themas gibt, und ich glaube, dass die Kosovo-Abgeordneten über das Abkommen abstimmen werden, weil es für die Visaliberalisierung für die Kosovo-Bürger wichtig ist. Die Frage der Kennzeichnung der Grenze des Kosovo zu Montenegro braucht einen breiteren Konsens und eine größere Unterstützung. Schließlich haben sowohl die herrschende Koalition als auch die Opposition eine Verantwortung für das Land, und ich glaube, dass bestimmte politische Themen positiv widerspiegeln werden”.

Ein weiteres wichtiges Thema für das Kosovo in seinem Integrationsprozess in der Europäischen Union ist die Bekämpfung der Korruption. Der nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, H.R. McMister, forderte diese Woche bei einem Treffen mit den Außenministern der Region auf, den Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität in der Region zu intensivieren. Zu diesem Thema betonte Hoxhaj, dass Rechtsstaatlichkeit nach wie vor eines der größten Ziele der Kosovo-Regierung sei.

Selbst in den bilateralen Berichten des Kosovo-Amerikanischen, aber auch im Rahmen der europäischen Reformagenda, glaube ich, dass es in den nächsten Jahren noch größere Fortschritte geben wird, da konkrete Schritte auf der europäischen Agenda festgelegt werden, die die Strafverfolgung von” direkt beeinflussen werden.

In Bezug auf den Kosovo-Serbien-Dialog sagte Hoxhaj, er müsse eine begrenzte Zeitlinie haben.

Präsident Thaci und wir als Regierungen sind der Meinung, dass der Dialog auf Zeit und Inhalt beschränkt werden sollte. Das einzige Ziel des Kosovo im Dialog ist die Mitgliedschaft im Kosovo in der UNO und die gegenseitige Anerkennung zwischen Kosovo und Serbien. Ohne diese Voraussetzung sollten wir nicht an einem Dialog über technische Themen teilnehmen. Das ist der Kern unseres strategischen Ansatzes für den Dialog.

Trotz der klaren Perspektive der Euro-Atlantik-Integration der Region ist die Region zu einem geopolitischen Schachspiel geworden, bei dem externe Faktoren wie Russland, ein wichtiger geopolitischer und strategischer Gegner der westlichen und Balkanländer, eingreifen.

Es gibt konkrete Beispiele für die russische Intervention. Der jüngste Fall war der Besuch mehrerer Abgeordneter des Kosovo-Parlaments von der serbischen Liste nach Moskau. Wir erwarten immer noch, dass wir verstehen, was die Agenda dieses Besuchs war, welche Erwartungen sie von diesem Besuch haben und welche Folgen sich aus diesem Besuch für das Kosovo ergeben. Wir sind besorgt, dass Russland durch wirtschaftliche, diplomatische, kommerzielle Mittel versucht, den Kosovo und die Region negativ zu beeinflussen. Vor allem sind wir besorgt darüber, wie Serbien zu einer Plattform für die Erweiterung und Erweiterung des russischen Einflusses in der Region geworden ist.

Trotz zahlreicher Herausforderungen muss sich das Kosovo verstärkt darum bemühen, seine staatlichen Institutionen zu stärken und im euro-atlantischen Integrationsprozess voranzukommen, sagt Hoxhaj. / VoA

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