Albanien drittens für Pro-Kopf-Einkommen in der Region, letztes Kosovo

Der Kosovo bleibt weiterhin die Wirtschaft mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen auf dem westlichen Balkan, doch nach den jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (FMN) wird das Land voraussichtlich das schnellste Wachstum in der Region in den kommenden Jahren verzeichnen.
Laut IWF-Daten wird das Kosovo in diesem Jahr voraussichtlich 8,958 Dollar pro Kopf erreichen, was nach Albanien, Nordmazedonien und Bosnien und Herzegowina die letzte Region darstellt. Die internationale Institution schätzt jedoch, dass die Wirtschaft des Kosovo ein hohes Wachstumspotenzial hat, wenn Investitionen in Humankapital, Technologie und ein verbessertes Geschäftsumfeld anhalten.
Für Kosovo und Nordmazedonien betont der IWF die Bedeutung von Reformen auf dem Arbeitsmarkt und erhöhte Produktivität, um demografischen Herausforderungen gerecht zu werden. Diese Bahnen zeigen, dass sich die Region von einer Phase des verbraucherbasierten Wachstums zu einem nachhaltigeren Wachstum auf der Grundlage von Exporten und Investitionen bewegt, was sich in der optimistischen Zahl des nächsten Jahrzehnts widerspiegelt”.
Auf der anderen Seite gehört Albanien zu den dynamischsten Volkswirtschaften der Region, wobei das Pro-Kopf-Einkommen laut Prognosen in diesem Jahr 12.493 Dollar betragen wird. Der IWF verbindet diese Leistung mit einem starken Wachstum des Tourismussektors, der Haushaltsdisziplin und dem Ausbau von Investitionen in Bau und Infrastruktur.
Die Aussichten für den Zeitraum 2026/2031 sind für beide Länder positiv. Der Kosovo wird bis 2031 voraussichtlich 12.483 Dollar pro Kopf erreichen, wobei der größte prozentuale Anstieg auf dem westlichen Balkan registriert und die Kluft mit den Nachbarn verringert wird. Der IWF hält dies für einen raschen Prozess der wirtschaftlichen Annäherung an die Region.
Mittlerweile wird Albanien bis 2031 voraussichtlich 17,353 Dollar pro Kopf erreichen, unterstützt durch anhaltende institutionelle Reformen und Vorteile des europäischen Integrationsprozesses. Nach Angaben des IWF werden die vor Mitgliedern in der Europäischen Union und der Ausbau des Dienstleistungssektors entscheidende Faktoren für dieses Wachstum sein.
Die historische Analyse des Zeitraums 2010-2026 zeigt, dass die Volkswirtschaften der Region nach der globalen Finanz- und Pandemiekrise von 2020 einen schwierigen Weg gegangen sind. Albanien hat im Vergleich zu 2010 mehr als das Doppelte des Pro-Kopf-Einkommens erreicht, während das Kosovo dank des Inlandsverbrauchs und der Überweisungen eine stetige Wachstumsrate beibehalten hat.
Der IWF schätzt, dass der westliche Balkan allmählich in eine neue Phase der wirtschaftlichen Entwicklung eintritt, in der sich das Wachstumsmodell vom Verbrauch auf Investitionen und Exporte verlagert. Für das Kosovo und Albanien bleibt die größte Herausforderung, die Produktivität zu steigern, den Arbeitsmarkt zu stärken und eine wettbewerbsfähigere Wirtschaft in Bezug auf die EU-Standards zu schaffen. /Monitor












