Europäisches Parlament billigt Bericht über Albanien

Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat den Bericht für Albanien heute gebilligt. Bei der Sammlung der Außenkommission betonen die Eurodeputs Albaniens breiten politischen Konsens und starke öffentliche Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft. Der Bericht von Andreas Schieder wurde vom Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten mit 57 Stimmen für und [...]
Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat den Bericht für Albanien heute gebilligt. Bei der Sammlung der Außenkommission betonen die Eurodeputs Albaniens breiten politischen Konsens und starke öffentliche Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft. Der Bericht von Andreas Schieder wurde vom Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten mit 57 gegen 11 Stimmen bei 6 Stimmenthaltungen angenommen.
Im Bericht ist eine dringende Vertiefung der Reformen im Land erforderlich, wobei betont wird, dass der politische Dialog konstruktiv und inklusive sein muss. Bei den Wahlen vom 11. Mai soll der Bericht in einem polarisierten Umfeld gehalten worden sein, und die Verwaltungsmittel wurden von der herrschenden Partei genutzt.
Obwohl die Justizreform in dem Land einen entscheidenden Punkt darstellt, ist die politische Einmischung nach wie vor eine große Herausforderung für das Land. Am Ende haben Eurodeputs den Schutz der Unabhängigkeit der Justiz gefordert.
Dringender Bedarf an Reformen
Während Albaniens Ziel, die Beitrittsverhandlungen bis 2027 abzuschließen, und die bereits erzielten Fortschritte begrüßt werden, betonen die Eurodeputs die dringende Notwendigkeit, Reformen zu intensivieren. Zu den wichtigsten Prioritäten gehören die Stärkung der Unabhängigkeit der Justiz, die Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität sowie der Schutz der Grundrechte. Der zunehmende Medienpluralismus und die Transparenz sind für den Aufbau des öffentlichen Vertrauens nach wie vor unerlässlich.
Politischer Dialog, Opposition gegen externe Interventionen
Der Bericht stellt fest, dass die politische Polarisierung durch konfrontative Rhetorik gekennzeichnet ist, und fordert einen konstruktiveren und integrativeren politischen Dialog. Eurodeputs äußern ernsthafte Besorgnis über den bösartigen ausländischen Einfluss, insbesondere aus Quellen, die mit dem Kreml verbunden sind, die demokratischen Institutionen Albaniens und die EU-Mitgliedschaft Ambitionen bedrohen. Sie fordern mehr institutionelle Stabilität gegen Missbrauch durch politische Finanzierung, Medienmanipulation und Cyberbedrohungen.
Unterstützung durch EU-Initiativen
Eurodeputs begrüßen das neue Reform- und Wachstumsprogramm von 922 Mio. Euro für den westlichen Balkan, das die Reformagenda Albaniens unterstützen wird, sobald die Bedingungen erfüllt sind. Die Eröffnung des Büros der Agentur des Europäischen Parlaments in Tirana ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Beziehungen zwischen der EU, den lokalen Institutionen und den Partnern der Zivilgesellschaft aus dem gesamten westlichen Balkanraum.
Wahlprozess und Reformen in der Justiz
Der Bericht reflektiert die Parlamentswahlen im Mai 2025 und beschreibt sie als wettbewerbsfähig, aber in einem stark polarisierten Umfeld entwickelt, mit Bedenken hinsichtlich der Nutzung von administrativen Ressourcen. Eurodeputs fordern die albanischen politischen Parteien auf, sich im Einklang mit den Empfehlungen SBE/ODIHR und Venedig-Kommission an tiefgreifenden Wahlreformen zu beteiligen.
Fortschritte bei Justizreformen und Untersuchungen zu Korruption auf hoher Ebene sind willkommen, obwohl politische Einmischung eine Herausforderung bleibt. Eurodeputs fordern weitere Anstrengungen zum Schutz der Unabhängigkeit der Justiz und zur Stärkung der Rechenschaftspflicht.












