Unfähig, den territorialen Status zu ändern EU

Die EU hat keine Politik geändert, die die territoriale Integrität des Kosovo unterstützt, sagt Michael Leigh, Experte für europäische Politik. Es ist für die EU unmöglich, Änderungen des territorialen Status quo zu verfolgen. Deutsche Welle: Hat Brüssel und Washington frühere Politiken verlassen, die die Souveränität und territoriale Integrität des Kosovo unterstützen? Michael Leigh: Will [...]
Die EU hat keine Politik geändert, die die territoriale Integrität des Kosovo unterstützt, sagt Michael Leigh, Experte für europäische Politik. Es ist für die EU unmöglich, Änderungen des territorialen Status quo zu verfolgen.
Deutsche Welle: Hat Brüssel und Washington frühere Politiken verlassen, die die Souveränität und territoriale Integrität des Kosovo unterstützen?
Michael Leigh: Es wäre in der Europäischen Union fast unmöglich, einen Konsens zu finden, um den territorialen Status quo zwischen Serbien und Kosovo zu ändern. Die Idee, das Kosovo im Austausch für die territoriale Zugehörigkeit zu erkennen, ist unwahrscheinlich, dass die Serben und Kosovar unterstützt oder von den fünf EU-Mitgliedstaaten unterstützt werden, die die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen. Die Abteilung basiert auf der Suche nach ethnischer Reinheit und nicht auf der Notwendigkeit, gemeinsam in einer multiethnischen Gesellschaft zu leben. Diese Art, Dinge zu erreichen, hat eine tragische Geschichte auf dem Balkan und entspricht nicht den EU-Prinzipien. Die Mitgliedstaaten werden angesichts der wachsenden Rolle Russlands und Chinas auf dem Balkan sehr wachsam auf steigende Drucke aus dem Ausland sein.
Deutsche Welle: Organisationen der Zivilgesellschaft aus Serbien und Kosovo fordern die EU auf, eine klare Erklärung gegen die Teilung des Kosovo oder den Austausch von Gebieten zu machen. Was will die Europäische Union tun?
Michael Leigh: Es bleibt zu sehen, ob die Mitgliedstaaten traditionell in Serbiens Gunsten bereit wären, eine solche Erklärung zu genehmigen.
Deutsche Welle: Was wird von EU-Mitgliedstaaten vorgesehen, die nicht anerkannt haben Kosovo, Spanien Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei? Würde es eine Partitionsvereinbarung automatisch zur Anerkennung des Kosovo führen?
Michael Leigh: Die Einwände von fünf EU-Staaten, die die Sezession des Kosovo nicht erkennen, sind mit den politischen Dilemmas verknüpft, die sie in ihren Ländern haben und nicht unbedingt auf die Unterstützung Serbiens abzielen. Diese Einwände bestehen weiterhin für einen erheblichen Zeitraum, auch wenn eine Einigung zwischen Serbien und Kosovo zustande kommt.
Deutsche Welle: Wer kann garantieren, dass Kosovo einen Sitz in den Vereinten Nationen nehmen wird, wenn Vereinbarungen getroffen werden?
Michael Leigh: Dieses Ziel dürfte in naher Zukunft ein unerfüllter Ausblick bleiben, obwohl verschiedene Formen der Zusammenarbeit geschaffen werden können.
Michael Leigh ist ein Experte für europäische Politik am Deutschen Marshallfonds. Der Deutsche Marshallfonds der Vereinigten Staaten (GMF) ist eine nichtstaatliche Organisation, die von Deutschland gegründet wurde, um den Marshallplan zu erinnern. Die Organisation zielt darauf ab, die interatlantische Zusammenarbeit zu stärken.











